Prof. Dr. Ádám Miklósi

Infos über Prof. Dr. Ádám Miklósi

Prof. Dr. Ádám Miklósi ist Leiter des Lehrstuhls für Ethologie an der Eötvös Loránd Universität in Budapest und betreut die grösste Forschungsgruppe in Europa, die sich ausschliesslich mit dem Verhalten von Hunden beschäftigt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er zudem durch seine Seminare und Vorträge bekannt.

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Der Einfluss von Genen auf das Verhalten

Kein Verhalten ohne Gene

Gene aktivieren sich schon vor der Geburt und bestimmen viele Verhaltensweisen. Sie bieten die Grundlage für die Domestikation und Selektion von Lebewesen.

Während diesem Tagesseminar werden Sie die Grundlagen der Genetik kennenlernen. Ohne dieses Wissen kann man das Verhalten von Hunden nicht ausreichend verstehen. Man spricht sehr oft über vererbtes Verhalten oder gar instinktives Verhalten, aber sehr wenige Menschen wissen, was man unter diesen Begriffen wirklich versteht.

Ádám Miklósi wird versuchen, die größte Frage zu beantworten: Was ist vererbt und was ist erworben? Kann man diese Frage überhaupt abschließend beantworten? Ohne Genetik wären so viele unterschiedliche Rassen nicht möglich. Warum zeigen aber trotzdem die meisten Rassen so viele Ähnlichkeiten?

Aus wissenschaftlicher, aber auch ethischer Sicht sollte man ohne genetisches Wissen generell keine Hunde züchten dürfen. Um dies zu verdeutlichen, werden wir auch sehen, wohin der Mangel an genetischem Studium geführt hat: Die meisten Rassehunde leiden an hunderten verschiedenen, genetisch bedingten Krankheiten, die nicht einfach wegzutherapieren sind. Doch was kann der Mensch tun? Soll man neue Rassen «kreieren» oder irgendwie die vorhandenen verbessern?

Und was ist mit dem Verhalten? Gene haben natürlich auch einen starken Einfluß auf spezifische Verhaltensformen, wie z. B. Aggression. Kann man diesen Einfluß kontrollieren, mindern oder ganz verhindern? Kann man Hunde für spezifische Verhaltensweisen selektieren?

All diese Fragen zu diesem spannenden und bewegenden Thema versucht Ádám an diesem Seminartag zumindest ansatzweise zu beantworten.

Details

Samstag, 22. Januar 2022
Tagesseminar
9.30 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
Durchführungsort: 3425 Koppigen BE
Teilnahme ohne Hund: 245 Euro
Preis inkl. Mittagessen
Seminarsprache: Deutsch

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt!
Offen für alle Interessierten


Buchen Sie beide Veranstaltungen zum Kombipreis von 450 Euro (anstatt 490 Euro)

Büchertisch
An unseren Veranstaltungen finden Sie immer eine grosse Auswahl an Fachbüchern zum Kauf.


Warteliste
Sollte eines unserer Seminare ausgebucht sein, steht beim Anmeldeformular der Vermerk «Warteliste». Da es immer mal vorkommt, dass kurzfristig der eine oder andere Platz frei wird, können Sie sich durch das Abschicken des Formulars unverbindlich in die Warteliste eintragen lassen.

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Emotionales Verhalten beim Hund

Alte Debatte – neue Fakten

Haben Hunde Emotionen und sind diese mit den menschlichen vergleichbar? Die einfache Antwort ist «ja» – doch Wissenschaftler möchten es immer genau wissen und sogar belegen können. Für den Hundebesitzer genügt, was er oder sie mit eigenen Augen sieht oder sehen möchte. Für viele gibt es keinen Zweifel, dass der Hund sich freut, wenn der Besitzer oder die Besitzerin nach Hause kommt, aber warum zeigt der Hund dann so viele Signale der Unterwerfung? Freut sich ein Wolf, der sich in ähnlicher Weise dem Ranghöheren nähert? Und empfindet ein Hund Ekel, obwohl man es vielleicht an seinem Gesicht überhaupt nicht sehen kann?

Neben der Forschung geht hier auch die Sicht der Hundefachleute auseinander. Wenn auch Hunde Emotionen haben, wie z. B. Freude, Ekel oder Trauer, sind diese den entsprechenden menschlichen Emotionen ähnlich? Wie könnte man das beweisen? Die Wissenschaft beruht auf der Sammlung von Fakten – und manchmal kann es passieren, dass diese Fakten unseren gelebten Erfahrungen widersprechen. Als Beispiel dazu nehmen wir in diesem Seminar neue Erkenntnisse zum Thema Eifersucht unter die Lupe.

Doch wie sehen das unsere Hunde? Können Hunde unsere menschlichen Emotionen verstehen? «Natürlich, ja» würden viele von uns schnell antworten. Aber lesen Hunde unser Gesicht wie dies ein anderer Mensch tut? Obwohl Hunde eine ziemlich schlechte Sehschärfe haben? Hunde scheinen auch z.B. oft Neid zu zeigen, aber verstehen sie auch den menschlichen Neid?

Die Erforschung von Emotionen beim Hund hat erst kürzlich begonnen. Es gibt noch deutlich mehr Fragen als Antworten, und während der wissenschaftlichen Arbeit stellte sich heraus, wie schwer es dem Hund, aber auch dem Menschen fällt, wahre Emotionen dann zu zeigen, wenn sich da auch noch die Ethologen einmischen.

In diesem Seminar werden ausserdem die neuesten Forschungsmethoden, z.B. funktionelle Magnetresonanztomographie beschrieben, mit deren Hilfe die Wissenschaftler mehr über die emotionalen Prozesse beim Hund herausfinden wollen..

Details

Sonntag, 23. Januar 2022
Tagesseminar
9.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr
Durchführungsort: 3425 Koppigen BE
Teilnahme ohne Hund: 245 Euro
Preis inkl. Mittagessen
Seminarsprache: Deutsch

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt!
Offen für alle Interessierten


Buchen Sie beide Veranstaltungen zum Kombipreis von 450 Euro (anstatt 490 Euro)

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